Begrünung und Entsiegelung

Um die Klimawandelfolgen abzumildern und auch in Zukunft ein lebenswertes Umfeld zu erhalten, kommt dem öffentlichen und privaten Grün in Hanau eine große Bedeutung zu. An heißen Tagen finden die Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen in den Parks unter den schattenspendenden Bäumen Abkühlung. Aber auch auf dem Privatgrundstück kann durch Dach- und Fassadenbegrünung oder Flächenentsiegelung ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung geleistet werden! Das Mikroklima wird verbessert, die Artenvielfalt erhöht und das Wohn- und Arbeitsumfeld aufgewertet. Durch Sauerstoffproduktion und Bindung von Schadstoffen sorgen Pflanzen ausßerdem für eine bessere Luftqualität in der Stadt. Begrünte Gebäude werden besser vor Hitze geschützt, was die Innentemperatur niedrig hält, die Energiebilanz durch die natürliche Wärmedämmung verbessert und schließlich lassen begrünte Flächen bei Starkregen das Wasser schneller versickern, was das Überschwemmungsrisiko reduziert!

Förderprogramm "Hanau grünt auf!"

Förderung von Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen und Zisternen!
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Grün, das gut tut - jetzt ist Pflanzzeit!
Heimische Gehölze sind wertvolle Helfer bei der Anpassung an zunehmende Hitze. Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und können Hausfassaden, Wege und auch angrenzende Straßenräume vor starker Erwärmung schützen.
Gerade in unseren Vorgärten finden sich vielerorts noch Flächen, auf denen mehr Grün entstehen könnte. Jeder zusätzliche Baum und Strauch schafft Schatten, Lebensraum und ein Stück mehr Lebensqualität - direkt vor der eigenen Haustür!

Und mit dem Förderprogramm "Hanau grünt auf!" im Lamboy und in Hanau-Nordwest können Sie sich sogar 75% der förderfähigen Kosten von Begrünungsmaßnahmen fördern lassen!

Damit sind Sie gerüstet für den nächsten heißen Sommer! Wie historisch die Bilanz des Sommers 2026 ausfällt, beleuchtet dieses hessenschau extra vom 31.08.26: Hitzerekorde, Hitzetote, Hitzeschäden – Bilanz eines Sommers. Und jetzt?

Vortrag und Best Practice Besichtigung im Rahmen von "Hanau grünt auf!"

Am 15. September findet von 18:00 - 19:30 Uhr im Brockenhaus (Lamboystraße 52, 63452 Hanau) die Veranstaltung "Hanau grünt auf! Das Förderprogramm in Theorie und Praxis" statt. 

Zunächst gibt ein Vortrag Informationen zum Förderprogramm „Hanau grünt auf!“, welche Vorteile Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Entsiegelungen bieten und wie diese möglichst einfach umsetzbar sind.
Anschließend wird ein gefördertes Begrünungs-Projekt in der Nachbarschaft besichtigt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen und können im Anschluss auch ihre Fragen stellen. 

Obstbaumbestellaktion 2026

Apfel Jill Wellington From Pixabay
Die Stadt Hanau unterstützt die Obstbaumbestellaktion des Landschaftspflegeverbandes MKK.
Ab sofort Bäume bis 20.09.2026 bestellen und Anfang November abholen.

Wettbewerb "abpflastern" 2026

Städte entsiegeln um die Wette! Machen Sie mit!

Gründach- und Entsiegelungskataster

Bedienungsanleitung Gründach- und Entsiegelungskataster
Sie wollen wissen, wie groß das Gründach- oder Entsiegelungspotenzial auf Ihrem Grundstück ist? Dann sind Sie bei unserem Gründach- und Entsiegelungskataster genau richtig!
 
Machen Sie Ihr Hanau grün!
Stadtgrün Facebook 1080x1080px

Flyer "Stadtgrün statt Graustadt"

Vor-Ort-Beratungen - PAUSIERT BIS AUF WEITERES -
Kostenlose Vor-Ort-Beratungen mit erfahrenen Landschaftplanerinnen für alle Hanauer Bürgerinnen und Bürger stellt die Stadt Hanau zur Verfügung. Interessierte können sich mit dem ausgefüllten Formular zur Vor-Ort-Beratung unter klima@hanau.de bewerben!

Unser Abwassergebührenrechner gibt Ihnen Auskunft darüber, wie viel Abwassergebühren Sie jährlich durche eine Entsiegelungsmaßnahme sparen können!
Bürgerwäldchen und Gießpatenschaften
Lassen Sie Hanaus Bürgerwäldchen wachsen! Pro 100€ Baumspende wird ein klimaangepasster Baum gepflanzt, der auf einer Plakette Ihren Namen trägt! Auch als schönes und nachhaltiges Geschenk geeignet.
Zur Unterstützung bei der Bewässerung der Stadtbäume vergibt das Grünflächenamt außerdem Gießpatenschaften.

Mehr Informationen zu beiden Projekten finden Sie hier!
Tiny Forests
Tiny Forest Lgs

Im Frühjahr 2024 ist der Tiny Forest an der LGS wirklich noch "tiny". Das wird sich in den kommenden Jahren aber schnell ändern!

Die Ludwig-Geissler-Schule hat auf ihrem Schulhof im Herbst 2023 Hanaus ersten "Tiny Forest" (Kleinwald, Mikrowald) nach der Miyawaki-Methode gepflanzt. Es handelt sich um einen Wald auf einer relativ kleinen Fläche mit einer dichten Bepflanzung. Die Pflanzung richtet sich nach der vom japanischen Botaniker Akira Miyawaki entwickelten Methode zur punktuellen Aufforstung in Städten. Ziel solcher Neuanpflanzungen ist, in städtischen Räumen auf kleinen Flächen möglichst vielfältige, schnell wachsende und sich selbst erhaltende Lebensräume anzulegen und dadurch eine Verbesserung der mikroklimatischen Situation sowie der Aufenthaltsqualität zu erreichen.
Die Stadtverwaltung hat sich im Frühjahr 2024 vor Ort ein Bild vom noch jungen Tiny Forest gemacht und wird prüfen, auf welchen städtischen Flächen ebenfalls Tiny Forests angelegt werden könnten.
Schwammstadt
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Sickermulde im Wohngebiet "Am Venussee".

Bei der Stadtentwicklung werden zunehmend sog. "Schwammstadt"-Kriterien berücksichtigt. Dazu gehören z.B. mehr entsiegelte oder versickerungsfähige Flächen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Baumrigolen, Retentionsflächen und unterirdische Zisternen. Mit solchen Maßnahmen wirken Städte wie ein Schwamm, sie können Starkregen besser aufnehmen indem das Wasser versickert und dem Grundwasser zugute kommt oder in Zisternen gespeichert wird anstatt in die Kanalisation zu fließen und diese zu überlasten mit der Folge von Überflutungen. Gleichzeitig kann das zwischengespeicherte Wasser in Trockenperioden wieder an die Vegetation abgegeben werden. Das Stadtgrün kühlt wiederum die unmittelbare Umgebung. Damit können die beiden schlimmsten Folgen der Klimakrise in Deutschland - Hitzebelastung und Überflutungen durch Starkregen - deutlich abgemildert werden.
In Hanau wurden vor einigen Jahren in der Passivhaussiedlung "Am Venussee" bereits einige solcher Maßnahmen umgesetzt, wie z.B. Sickermulden. Zuletzt auch bei der Umgestaltung der Römerstraße. Dort fließt das Regenwasser nun nicht mehr in den Kanal ab, sondern über Rigolensysteme zu den Wurzeln der neu gepflanzten Bäume.